So, hier sind dann auch meine persönlichen Top 10 für das abgelaufene Jahr 2011. Als kleinen Service meinerseits bekommt ihr für jedes Album eine Hörprobe, damit das Ganze nicht so trocken ist. Und weil ich ein netter Mensch bin und an eure dichten Terminpläne denke zusätzlich ein paar einführende Worte, damit ihrs schneller einschätzen könnt. Viel Spaß!
10. In Flames – Sounds Of A Playground Fading
Im letzten Moment doch noch hineingerutscht. Große Entwicklung durchgemacht, immer weiter weg vom Metal, funktioniert aber leider nicht immer.
Beispielsong: Ropes
9. Iced Earth – Dystopia
Stu Block ist einfach das Beste was dieser Band passieren hat können, Jon Schaffer erinnert sich wieder an seine Aufgabe, gute Riffs zu schreiben, und so verzeiht man auch manche Durchhänger.
8. Nocte Obducta – Verderbnis (Der Schnitter kratzt an jeder Tür)
Sehr erfreuliches Comeback einer verloren geglaubten Band. Wie gewohnt wieder relativ stark verändert, mutiges und sehr abwechslungsreiches Album.
7. Esoteric – Paragon Of Dissonance
Are you ready for some darkness? Allerdings nicht von der witzigen oder gemütlichen Art, sondern denkbar zerstörerisch und zermürbend. Sehr langsam. Sehr unverträglich. Sehr gefährlich, aber eben so schön, wie es nur Doom Metal sein kann.
Beispielsong: Disconsolate
6. Primordial – Redemption At The Puritan’s Hand
Wer hätte gedacht, dass sie nach den beiden großartigen Vorgängern und dem verdienten endgültigen Durchbruch das Niveau halten können? Tun sie aber, sehr erfreulich!
5. Dornenreich – Flammentriebe
Auch der nächste Platz bietet wieder Black Metal mit häufigem Klargesang, hier aber noch experimenteller und unmetallischer. Größte Überraschung in diesem musikalisch hervorragenden Jahr!
4. Origin – Entity
Seltsamerweise sticht ausgerechnet diese Band jetzt in meinen Top 10 heraus, war so auch nicht zu erwarten. Wär mir diesmal aber fast ein bisschen zu eingängig, songdienlich und poppig geraten. Bevor deswegen jetzt aber jemand übermütig wird, sei mir noch ein warnendes Wort erlaubt: Origin!
3. Cynic – Carbon-Based Anatomy
Die Herren Masvidal und Reinert gehen ihren Weg konsequent weiter, und wieder wird alles, was sie angreifen pures Gold. Kein ganzes Album, kein Metal, aber viel zu grandios, um ignoriert zu werden. Traumhaft schön, überlegt, gefühlvoll, ehrlich.
2. Unexpect – Fables Of The Sleepless Empire
Zirkus Death Metal? Russkaja auf Kokain? Schwer zu beschreiben, schwer zu verdauen. Wo andere Bands schon scheitern, Keyboard und Geige vernünftig in die Musik zu integrieren, sind hier außerdem noch 2 Sänger + Sängerin und ein verdammter 9-saitiger (!) Bass am Werk. Sehr komplex, vielschichtig, faszinierend und doch immer zweckdienlich und flüssig.
1. 40 Watt Sun – The Inside Room
Dieser erste Platz stand schon seit März so gut wie fest, aber da konnte ich noch nicht ahnen wie sehr das tatsächlich noch passen würde. Sehr reduziert. Bedächtig. Überragender Sänger. Gefühlvoll und beinahe unerträglich schön.

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